Verfasst am: 23.03.2007, 22:58 Titel: Was ist die Nanotechnologie? |
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Nanotechnologie
Nanotechnologie = das Reich der Zwerge. Sie gilt heute als Zukunftstechnologie. Deshalb heisst sie Zwergenwissenschaft, weil Nanowissenschaftler Maschinen und Materialien nachbauen, wie es das Leben selber macht, nur eben ganz klein, Atom für Atom. Ein Nano hat die Dimension eines Atoms. Es ist ungefähr 2000 mal dünner als ein Haar.
Die Nanotechnologie ist also die Forschung und Technologieentwicklung auf atomarer Ebene. Sie hat zum Ziel Strukturen und Geräte bzw. Systeme zu schaffen, und sie auch zu nutzen, die aufgrund ihrer geringen Größe neue Eigenschaften und Funktionen besitzen.
Die ersten bedeutenden Ergebnisse erreichte die Nanotechnologie auf dem Gebiet der Medizin und im Bereich Werkstoffe liefern. Leichte und extrem stabile Materialien, noch stärker als Stahl, können hergestellt werden. Nanoröhren (die super Strom leiten können, einsetzbar in der Mikroelektronik oder Informationstechnologie) werden schon in den nächsten Jahren mit Sicherheit viel schneller und billiger produziert werden können.
Die Nanotechnik ist sehr hilfreich in der Behandlung von Krebs. Da wird vor der Bestrahlung eine Flüssigkeit in den Tumor gespritzt, in der schwimmen magnetisierte Nanoteilchen. Die schwarzen Nanoteilchen sind mit einer Schicht aus Zuckermolekülen umhüllt. Dadurch erleichtert sich der Eintritt in die vorhanden Krebszellen. Sie verschlucken sie regelrecht. Dann schaltet man ein hochfrequentes Magnetfeld ein. Die Teilchen bewegen sich und erzeugen dabei Reibungswärme. Die so geschwächten Krebszellen kann man mit Chemikalien abtöten. Was aber noch zu wünschen wäre, das wären steuerbare Nanoantriebe. Aber die Forscher sind bemüht, und sicherlich in ein paar Jahren werden wir auf diesem Stand der Technik sein.
Verwendet werden die neues Erkenntnisse aus der Nanotechnologie u. a. auch im Bereich der Materialwissenschaften. Z. B. ist eine Tennisschläger ein Nanomaterial. Für die Rahmen werden so genannte Nanokomposite - Verbundwerkstoffe aus Kohlenstoffen - verwendet. Oder aber zur Brillennutzung. Zur Herstellung kratzfester Brillengläser werden Nanopartikel auf die Oberfläche gebracht. Da kann man die Gläser später auch mit Stahlwolle putzen ohne je einen Kratzer abzubekommen. Die Teilchen sind so enorm klein, dass sie kein Licht beugen oder brechen können, sie lassen es ungehindert durch.
Auch in der Natur gibt es nützliche Anwendungen für die Nanotechnik. Die Lotuspflanze: von ihr perlen Flüssigkeiten ab, kein Staub haftet auf ihr. Schuld daran wieder die Nanopartikel. Winzige Papillen weisen das Wasser ab. In der Nanotechnologie wurde daraus eine selbstreinigende Keramik etwa wie für ein Waschbecken. Dachziegeln und Aussenwandfarbe kann man, dank dieser einzigartigen Nanotechnik, auch schon im Baumarkt erwerben. Ein ganz wichtiger Vorteil hierfür ist, man ist sein Leben lang vor unmöglichen Graffitis befreit. |
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